Zuckertütenfest der Schulanfänger

War das eine Aufregung unter den Schulanfängern der Kita „Waldwichtel“ . . .

Das Zuckertütenfest stand vor der Tür. Das erste Mal eine Nacht o h n e Eltern – „nur“ mit der Erzieherin. Die Schulanfänger fuhren dazu für 2 Tage ins Natur - und Umweltzentrum (NUZ) Oberlauterbach. Am Abend des 2.Tages sollte der Zuckertütenbaum abgeerntet werden. Also musste der Baum erst einmal gesät und gepflegt werden, dann schnell wachsen und große „Früchte“ bilden. Die Aufregung ging schon bei der Suche nach dem richtigen Platz für den Baum los. Endlich hatten die Kinder den richtigen gefunden – eine große Lichtung, viel Sonne und etwas Regen konnten den Baum gut erreichen. Für die Kinder war der Platz gut erreichbar, damit auch ständig kontrolliert werden konnte, ob der Baum mit seinen Früchten gut wachsen kann. Der Samen wurde in die Erde gebracht. Jetzt ging es in die Kreativwerkstadt. Alle bastelten ein schönes Naturgesteck mit einer selbst gedrehten Kerze. Thema während des Bastelns war immer wieder, ob denn aus dem Samen wirklich ein Zuckertütenbaum wachsen würde. Die Mädchen waren dafür, die Jungs eher dagegen. … Nach dem Mittagessen und der etwas kurz geratenen Mittagsruhe musste unbedingt nach dem Baum geschaut werden. Die Überraschung war groß. Es war wirklich ein Baum gewachsen. Er war noch etwas klein, hatte rote Blätter und sah ganz gut aus. Am Nachmittag tobten sich die Kinder auf dem Oberlauterbacher Spielplatz aus und anschließend beschäftigten sie sich im „Spielzimmer“ vom NUZ mit Tischspielen, Fußballkicker und Tischtennis. Vor dem Abendessen gingen wir noch mal zum Baum. Dort angekommen, war das Staunen groß. Am Baum hingen klitzekleine Zuckertüten. Jetzt wurde gefachsimpelt wie das denn sein konnte und was der Baum zum Wachsen noch brauchen könnte. Alle waren sich einig, viel Sonne und etwas regen. Die Nachtruhe war verhältnismäßig kurz, aber um 7.00 Uhr klingelte der Wecker. Heute stand eine Wanderung auf dem Programm. Auf dieser Wanderung wollten wir die Geschichte vom Zuckertütenbaum (A. Sixtus, R. Heinrich) kennen lernen. Mit Frau Bruchholz, Mitarbeiterin im NUZ, machten wir uns auf den Weg. Bevor wir aber los liefen, schauten wir nach unserem Zuckertütenbaum. Tatsächlich, die Zuckertüten waren mindestens 1cm gewachsen und es guckten bereits Süßigkeiten oben heraus. Jetzt waren wir auf die Geschichte vom Zuckertütenbaum doch neugierig geworden. Frau Bruchholz begann zu lesen. Sie erzählte vom Knecht Rupprecht, der den Zwergen den Samen gab und von den Zwergen, die den Samen im Garten zu einer Pflanze heranzogen, das Pflänzchen hegten und pflegten und darauf achteten, dass aus dem Pflänzchen ein Baum mit vielen bunten Zuckertüten werden konnte. Wie Zwerge? Zwerge gibt es doch gar nicht und doch hatten wir einen Zuckertütenbaum. . . . Wir lernten im grünen Klassenzimmer viel Wissenswertes über unsere Pflanzen und Tiere unserer Heimat kennen. Nachmittags bauten wir in der Holzwerkstatt ein Schmetterlingshaus. Jetzt dauerte es nicht mehr lange und wir konnten unsere Eltern im NUZ begrüßen. Wir hatten ja viel zu erzählen und die Ernte der Zuckertüten stand bevor. Ob die Zuckertüten noch größer geworden waren? Es hatte kurz geregnet und die Sonne schien auch, also beste Bedingungen zum Wachsen. Als alle Eltern schließlich da waren, war kein Kind mehr zu halten. Alle stürmten zum Zuckertütenbaum. Die Freude war riesig. Die Kinderaugen strahlten. Es war jetzt kein Thema mehr, wie jede einzelne Zuckertüte eigentlich aussehen sollte, ob es Zwerge gab oder nicht. Wichtig war, jeder konnte eine Zuckertüte ernten! Nach dem gemeinsamen Grillen fuhren alle, glücklich, zufrieden und mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck, nach Hause. Ein ganz großes Dankeschön an das Team des NUZ für den reibungslosen Ablauf unseres Aufenthaltes. Ganz besonders möchten wir uns bei Frau Bruchholz für die tatkräftige Unterstützung bei der Pflege und Bestückung unseres „Zuckertütenbaumes“ bedanken.

Ramona Kraus, Leiterin der KiTa

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