Termine Oktober 2026
4. 10:00 Uhr, Erntedankgottesdienst
12. 18:30 Uhr, Montag, Ortschaftsratssitzung in der Sportlerklause
16.-18. 19:00 Uhr, Kirmes in Reumtengrün
18. 10:00 Uhr, Kirchweihgottesdienst

Am 10. Oktober konnte unser Ortsvorsteher Uwe Ebert den Weltenbummler Thomas Junker bei uns begrüßen. Beide konnten berichten, wie unkompliziert und auch unbürokratisch die Absprachen im Vorfeld verliefen. Am Anfang machte Thomas Junker einige Ausführungen zu seinem Werdegang, was ihn antreibt und seinen Inspirationen für neue Projekte. Er betonte, dass er über das wirkliche Leben in den entlegenen Gegenden berichten möchte. Er nimmt dabei keine Wertungen vor und zeigt generell keine Politiker. Er gehört seit Anfang der 1990er Jahre zum MDR. Für das MDR ist er seit 34 Jahren in der ganzen Welt unterwegs. Er war immer mit nur einem Partner unterwegs, in den Anfängen auf dem Motorrad. Seit 10 Jahren ist seine Frau der Partner. Nach seinen Aussagen läuft es so weniger bürokratisch ab und Entscheidungen sind einfacher zu treffen. Bei der Nachbearbeitung hilft ein Team vom MDR mit. Interessant waren auch die Unterschiede von heute zu damals. Einmal hat sich natürlich die Bildqualität viel bessert, aber leider auch die Erreichbarkeit. Früher konnte nur von Telefonläden aus mit Deutschland telefoniert werden. Dies war zum Glück nur alle paar Tage möglich. Heute ist er leider immer erreichbar und das merkt er leider ständig. Für die Reise nimmt er auch immer einen gut bestückten Medizinschrank mit. Die Reisevorbereitungen dauern sehr lange, oft mehrere Jahre. Von China z.B. kam nach 7 Jahren die Genehmigung für die Reise zum Mount Everest. Mit dem Motorrad fuhren sie bis ungefähr 4000 m hoch und hatten Glück, die Sicht war traumhaft. Davon ist auch ein Bild zu sehen. In den asiatischen Länder der ehemaligen UdSSR herrschen oft Familienclans. Zur "Sicherheit" wurde dann ein "Betreuer" mit geschickt. Oft war dadurch gleich das Problem den Sprachverständigung geklärt. Nun zum Essen: es war teilweise sehr gewöhnungsbedürftig, man durfte auf keinen Fall mäkelig sein. Beeindruckend waren auch die Schilderungen vom dauerhaft bewohnten kältesten Ort der Erde - Oimjakon. (Der offizielle Tiefstwert war 67,8 °C im Jahr 1933.) Das liegt in der russischen Republik Jakutien. Die Menschen dort waren an die Bedingungen gewöhnt und haben sich damit arrangiert. Oimjakon liegt an der legendären Kolyma- Fernstraße. Sie wird auch "Straße der Knochen" genannt. Der Name ist ein Sinnbild für die Verbrechen der Stalin Zeit. Nicht zu vergessen  waren seine Schilderungen aus Südamerika, hier vom Amazonasgebiet. Insgesamt war der Vortrag sehr kurzweilig und interessant. Mein Fazit ist, wer solche Reisen außerhalb der Zivilisation unternimmt muss: kreativ, sehr leidensfähig, anspruchslos, körperlich fit sein und einen guten Magen haben. Für mich wäre das nichts. Ich schaue mir seine beindruckenden Berichte aber immer im Fernsehen auf dem Sofa an und bin begeistert!!

 

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Unser Dorf hat Zukunft

© Katrin Ziegler Reumtengrün

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